Spontaner Ausflug in den Luisenpark

Der Januar ist bereits schon zu Ende und die Sänger und Sängerinnen üben wieder fleißig an neuen Liedern für den Männerchor, den Frauenchor und auch gemischtes Liedgut ist mit dabei. Damit sich die Sänger und Sängerinnen nicht nur in den Chorproben treffen, beschloss der Frauenchor spontan einen kleinen Ausflug zu machen. Gesagt und getan und so ging es am Sonntag den 17.02.2019 in den Luisenpark nach Mannheim, um dort die Winterlichter zu bewundern.
Leider konnten nicht alle Sängerinnen mit, ein kleiner Teil hatte Zeit und Lust. Nach einer leider längeren Anstehzeit an den Kassenschlangen war es dann soweit. Im gesamten Luisenpark waren alle Bäume, Sträucher und Wasseroberflächen beleuchtet. Ein Lichtermeer, soweit das Auge reicht. Die Lichterroute führte links am Haupteingang, vorbei am Heilpflanzengarten, von der Brunnenlandschaft ging es über die Doppelbrücke in Richtung Gebirgsbach. Der Weg führte entlang dieses verwunschen Bereichs und führte schließlich wieder zurück über die große Wiese zum Haupteingang zurück. Überall gab es bunte Lichter zu bestaunen, die auch ihre Farben wechselten.
Auch bewegte Bilder waren zu sehen, die mit musikalischer Untermalung fliegende Gegenstände und Projektionen auf die Wasseroberflächen zauberten. Es wurden Fotos gemacht, oder man blieb stehen, um Alles genau zu betrachten und einfach nur auf sich wirken lassen. Das Wetter zeigte sich zum Glück auch von seiner schönen Seite, denn es war nicht so kalt und vor allem war es trocken.
Die Gruppe sammelte sich nach dem Rundgang wieder am Haupteingang. Gemeinsam ging es noch nach Leutershausen, um den schönen Ausflug bei einem guten Essen und Getränk in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

Generalversammlung am 11.01.2019

In diesem Jahr war wieder die erste Veranstaltung der Sängereinheit 1864 Leuterhausen für alle aktiven und passiven Mitglieder die Generalversammlung am 11.01.2019. Die Begrüßung erfolgte durch den 1 Vorsitzenden Michael Lang, für alle anwesenden aktiven und passiven Mitgliedern, den Ehrenmitgliedern, dem stellvertretenden Bürgermeister Fritz Bletzer, und den anwesenden Pressevertreter der Weinheimer Nachrichten und der Rhein Neckar Zeitung. Nach der Totenehrung und einer Schweigeminute ging es weiter mit dem Jahresrückblick. Auch in diesem Jahr wurden die Rechenschaftsberichte von den einzelnen Vorstandsmitgliedern präsentiert, sodass jeder einen kleinen Einblick in seinen Vorstandsbereich aus dem vergangenen Jahr 2017 geben konnte.
Den Anfang machte der 1. Vorsitzende Michal Lang, der einen kleinen Rückblick auf sein erstes Jahr als ersten Vorsitzenden gab. Es war für ihn ein spannendes, abwechslungsreiches, herausforderndes und vor allem ein lehrreiches Jahr war. Das nicht immer alles reibungslos ablaufen kann und auch Fehler gemacht wurden, ist es aber wichtig für die ganze Vorstandschaft auch aus diesen Fehlern zu lernen. Auch das Lob und die konstruktive Kritik haben geholfen die richtige Richtung einzuschlagen. Zu den Höhenpunkten des Jahres 2017 zählte das Straßenfest,Zwiebelkuchen und Neuer Wein und das Weihnachtskonzert im Dezember in der evangelischen Kirche in Leutershausen.
Im Anschluss erfolgte der Rückblick zu den Veranstaltungen beider Chöre von Brigitte Falckenthal und der Rückblick der Orgaleiterin Angelika Schlegel, die sich auch auf diesem Weg bei Allen fleißigen Helfern und Helferinnen bedankte für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Was auch nicht fehlen darf ist der Kassenbericht der von Hermann Bürgy und Maria Tschernan mit der anschließenden Entlastung des gesamten Vorstandes erfolgte. Für die Öffentlichkeitsarbeit im Verein ist Maiken Preßler verantwortlich, die auch einen kleinen Einblick über ihre Pressearbeit im Verein gab. Nach den Rückblicken übernahm wieder Michael Lang das Wort und bedankte sich bei Klaus Kubach der den Part des Passiven Vertreter auch im letzten Jahr wieder übernommen hatte. Der Dank ging noch an Thomas Reiß für seine Arbeit im vergangenen Jahr, Vizedirigent Gerhard Hauck, allen Sänger und Sängerinnen, den Stimmführern, Karl Müller für die Organisation des Vereinsausflugs, bei Hermann Stöhr für die Bereitstellung des "Rose-Saal" und Den "Rose-Hof" beim Straßenfest, bei allen Spendern und Spenderinnen insbesondere Werner Volk und Familie Stöhr und der Gemeinde Hirschberg. Nach den ganzen Danksagungen ergriff die 2. Vorsitzende Brigitte Falckenthal das Wort und bedankte sich auch bei Michael Lang im Namen der gesamten Vorstandschaft und allen Sänger und Sängerinnen für die geleistete Arbeit im letzten Jahr.
Michael Lang ging noch auf die Zukunft der beiden Chöre ein, da dringend neue Mitglieder gebraucht werden und das dies im Mittelpunkt für die Vereinsarbeit im neuen Jahr stehen werde. Fritz Bletzer überbrachte noch die Grüße vom Bürgermeister Manuel Just und wünscht der Sängereinheit auch im neuen Jahr viel Glück und bedankte sich auch bei allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit im Jahr 2017. Es folgten noch die Neuwahlen, die in diesem Jahr recht zügig voran gingen, da nicht viele Ämter besetzt werden mussten. Es wurde Brigitte Falckenthal als 2. Vorsitzenden gewählt, Hermann Bürgy als Hauptkassier, Michael Gaiser als Schriftführer und als Aktiven Vertreter. Danach gab es noch die Terminübersicht für das Jahr 2019, Karl Müller stellte den Vereinsausflug vor, der in diesem Jahr ins Salzburger Land geht und die Sänger und Sängerinnen wurden noch geehrt für den fleißigen Singstundenbesuch. Damit ging die Generalversammlung im neuen Jahr zu Ende.

Weihnachtskonzert am 2. Advent

Nach siebenjähriger Pause fanden die Sänger und Sängerinnen der Sängereinheit 1864 Leutershausen, sei es an der Zeit wieder ein Konzert in der Evangelischen Kirche in Leutershausen zu geben. Dieses Vorhaben wurde nun am 2. Adventsonntag in die Tat umgesetzt. Gleich zu Beginn kamen Männer- und Frauenchor unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Reiß gemeinsam zum Einsatz, um das festliche Konzert mit den Liedern "Alta Trinitata Beata" und "Jauchzet dem Herrn" zu eröffnen. Nach ein paar kurzen Grußworten des ersten Vorsitzenden Michael Lang und der Hausherrin der Kirche Frau Pfarrerin Tanja Schmidt nahm der Männerchor Aufstellung. Moderatorin Christine Pietsch-Lang führte durch das Programm und stellte den Zuhörern die Adventskantate vor, die der Männerchor zu Gehör bringen würde. Darin waren bekannte Adventslieder wie "Es kommt ein Schiff geladen", "Nun Singet und sei froh". Unterstützt wurden die Sänger und Sängerinnen vom Streich-Quintett der Kurpfalz Philharmonie. Die Musiker des Streichensemble stellten ihr Können im Anschluss mit einer Lyrischen Andante von Max Reger unter Beweis .Bevor der Frauenchor Aufstellung nahm standen noch Ehrungen an, die Alfons Albrecht für den Sängerkreis Weinheim übernahm. Für 40 Jahre wurde Klaus Kubach geehrt, für 50 Jahre Gerhard Hauck und Ernst Schmitt und Helmut Weber wurde sogar für 70 Jahre geehrt. Michal Lang übernahm die Ehrungen für Die Sängereinheit vor und lobte das Engagement von Gerhard Hauck als Vizedirigenten und ernannte Klaus Kubach, der auch seit 30 Jahre Arbeit im Vorstand mitarbeitet, zum Ehrenmitglied des Vereins. Vom Frauenchor wurde Helga Bletzer für 50 Jahre und Manuela Pietsch für 40 Jahre geehrt. Eine besondere Überraschung gab es im Anschluss, als Bürgermeister Manuel Just das Wort übernahm, um einen besonderen Sänger, Ehrenvorstand Karl Müller, die Verdienstmedaille der Gemeinde Hirschberg in Gold zu verleihen.
Zunächst war er fünf Jahre Orga-Leiter des Vereins, um dann 1994 für 18 Jahre das Amt des ersten Vorsitzenden zu übernehmen. In dieser Zeit fiel die Gala in der Heinrich-Beck-Halle, ein Auftritt in der Alten Oper in Frankfurt, Konzerte im Schlosshof des Grafen von Wiser, sowie das Serenaden- Konzert und vieles mehr. Die Medaille ist eine Auszeichnung für besondere Kulturarbeit in der Gemeinde so Just weiter. Dem sichtlich gerührten und überraschten Geehrten fehlten schlicht weg die Worte und somit vielen die Dankesworte auch sehr kurz aus. Damit ging es weiter im Programm und der Frauenchor nahm Aufstellung, auch hier kündigte die Moderatorin eine Kantate an, allerdings diese mal bestehend aus Weihnachtsliedern. Altbekannte Weisen wie "Maria durch ein Dornwald ging", "Still,still,still, weils Kindlein schlafen will" "Engel Haben Himmelslieder angestimmt" ließen bei den Besuchern weihnachtliche Gefühle erwachen. Das letzte Lied des Frauenchors fiel stilistisch etwas aus dem Rahmen. Aus der Dominikanischen Republik stammend transportiert es den Geist einer Geburtstagsfeier- in diesem Sinne wird in Lateinamerika Weihnachten gefeiert.
Nach dem Frauenchorblock gesellte sich der Männerchor wieder dazu. Mit den Liedvorträgen "Transeamus usque Bethlehem", "A Christmas Blessing" näherte sich das Konzert seinem Höhepunkt. Das letzte Lied des offiziellen Programms. "Brich an du schönstes Morgenlicht", wurde das Soloterzett durch Christine Pietsch-Lang, Maiken Preßler und Manuela Pietsch aus dem Frauenchor übernommen. Nachdem die letzten Noten verklungen waren applaudierte das Publikum den beiden Chören mehrere minutenlang , bevor Michael Lang das Wort ergriff und vor Allem Musikdirektor Thomas Reiß dankte für die monatelange Vorbereitungen der Lieder für das Konzert. Er bedankte sich beim Streichquintett für die musikalische Unterstützung, bei allen Sänger und Sängerinnen und beim Publikum für die tolle Unterstützung. Zum Schluss war auch das Publikum eingeladen mitzusingen. Mit dem Lied "O du Fröhliche" Wurde das weihnachtliche Konzert beendet. Im Anschluss schenkte der Kirchengemeinderat Glühwein vor der Kirche aus, den Sänger Werner Volk gespendet hatte. Der Erlös ging an die evangelische Kirchengemeinde für den Bau des neuen Gemeindehauses.
Die Sängereinheit dankt allen Besuchern für ihr Kommen.

Gedenkfeier am Totensonntag

Die Sängereinheit hielt auch in diesem Jahr am Totensonntag eine kleine Gedenkfeier auf dem Friedhof in Leutershausen ab. Der Männerchor eröffnete die Gedenkstunde unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Reis mit den Liedern "Glaube,Hoffnung,Liebe " und "Ich bete an die Macht der Liebe". Es folgte der Frauenchor mit den Liedern "Näher mein Gott zu Dir" und "Tears in Heaven" bevor der erste Vorsitzende Michael Lang und die zweite Vorsitzende Brigitte Falckenthal das Wort ergriffen .Nach der Begrüßung aller Mitglieder, Freunde der Sängereinheit und Bürger der Gemeinde Hirschberg gingen sie näher auf das Lied von Andreas Gabalier "Einmal sehen wir uns wieder" ein. Der Sänger verarbeitet in diesem Lied den Freitod seines Vaters und seiner Schwester. Dieses Lied macht einem Mut das Gott und seine Engel uns tragen werden und auch die Hoffnung und Zuversicht, die Gablier in diesen Zeilen zum Ausdruck bringt, dass der Tod der Menschen, die wir lieben und die uns nahe standen kein Abschied für immer sein wird. Wir dürfen uns auf ein Wiedersehen freuen und ein Licht soll uns Leuchten bis in die Ewigkeit zur Erinnerung an die Lebenszeit. Bevor der Männer und Frauenchor das Lied vortrugen wurde noch an die verstorbenen Mitgliedern der Sängereinheit gedacht.
So verstarben im Dezember des letzten Jahres Gerhard Hess und Kurt Zeilfelder. Im Oktober diesen Jahres verstraben Hertha Hotzy und Maria Holzmann und im November verstarb Robert Klohr. Mit einer Schweigeminute wurde an die Verstorbenen gedacht, bevor es mit dem gemischten Chor und dem Lied von Andreas Gabalier "Einmal sehen wir uns wieder" und dem Lied "Du großer Gott" weiterging. Bei den beiden Liedern übernahm Christine Pietsch-Lang vom Frauenchor den jeweiligen Solopart.
Im Anschluss an die Gedenkfeier wurde als Zeichen der Verbundenheit mit den Verstorbenen von den Sängern und Sängerinnen ein Blumengruß am Kreuz niedergelegt. Zum Ende der Gedenkfeier wurde noch zusammen das Vater unser gesprochen ehe nach einer Schweigeminute die Veranstaltung beendet wurde.

Zwiebelkuchen und neuer Wein

Mit einem Gedicht von Friedrich Schiller eröffnete der erste Vorsitzende Michael Lang den Abend bei der Sängereinheit zum Zwiebelkuchenessen und mit Neuem Wein. Diese liebgewonnene Tradition ließ die Sängereinheit nach mehreren Jahren Pause wieder aufleben. In gemütlicher Runde wurde der leckere Zwiebelkuchen mit dem Neuen Wein verköstigt. Nachdem der erste Hunger gestillt worden war, begann Michel Lang mit dem Zitat aus Ernani von Giuseppe Verdi mit den Worten: „Erhebet das Glas und trinkt den Goldenen Wein, den goldenen Wein.“, um somit den offiziellen Teil des Ehrungsabend zu beginnen. Dieses Werk zählt zu den beliebtesten Werken der Sängereinheit das vom Männerchor gesungen wird .Dieses Lied drückt aus was Wein, Geselligkeit und Zusammenhalt, Freundschaft und Lebensfreude offenkundig zu Tage tritt. Dies war ein wunderbarer Übergang, um Mitglieder, die langjährig mit dem Verein verbunden sind zu Ehren.Der Dank kam von der gesamten Vorstandschaft.
Für 25 Jahre wurden geehrt:
Heidi Küster,Dieter Lebherz,Gerhard Froböse,Oliver Richter, Hermann Kolb und Andreas Stadler
Für 40 Jahre wurden geehrt
Edgar Brand, Theo Eck, Günter Hauck, Klaus Lemelson, Udo Löhr, Günter Mayer und Fritz Tschunko
Für 50 Jahre wurden geehrt
Elly Grether, Harald Arnold,Werner Haag, Klaus Hüller, Manfred Koch
Eine besondere Ehre war es die Mitglieder für 70 Jahre zu Ehren
Hermann Bürgy und Robert Klohr
Nach den Ehrungen bat Michael Lang alle Anwesenden das Glas zu erheben, um auf die geehrten Mitgliedern anzustoßen. Er wünschte Allen noch für die kommenden Jahre alles Gute ,Glück und Gesundheit. Dann galt es noch einen Dank an das Orga-Team auszusprechen um Angelika Schlegel, Werner Volk und Gerhard Stöhr für die Bereitstellung von Apfelsaft und Neuem Wein, Hermann Stöhr für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und Den fleißgien Bäckerinnen und Köchinnen Christa Bürgy, Brigitte Falckenthal, Thea Pietsch und Manuela Pietsch.
Im Anschluss klang der Abend in gemütlicher Runde noch aus, wobei das eine oder andere Glas vom Neuen Wein verkostet wurde.

Heisemer Straßenfest

Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen fand auch in diesem Jahr bei der Sängereinheit im „Rose-Hof“ das Heisemer Straßenfest statt. In diesem Jahr stand der Freitag unter dem Motto der schwäbischen Küche und so kamen viele Besucher schon vor dem offiziellen Beginn in das Zelt, um die Spezialitäten wie Maultaschen mit Kartoffelsalat, Linsen mit Spätzle und Würstchen und viele mehr sich schmecken zu lassen. Von Vorteil war natürlich auch, das die Sängereinheit als einzige das Viertelfinale zwischen Uruguay und Frankreich übertragen Wurde. So kam am Freitag jeder auf seine Kosten.
Traditionell ging es am Samstag weiter mit Haxen, Backfisch und Forelle, Kartoffelsalat, Pommes und vieles mehr . Auch an diesem Tag war das Zelt der Sängereinheit immer gut besucht und auch da kamen die Fußballfans jeweils auf ihre Kosten, denn es ging weiter mit der Übertragung der nächsten Viertelfinalspiele am Nachmittag und auch am Abend, wobei es bei der Übertragung des Spieles mit Elfmeter schießen zwischen Kroatien und Russland keinen einzigen Sitzplatz mehr im Zelt gab. Sogar die Küche war an diesem Tag schon fast ausverkauft.
Der Sonntag ging am Morgen mit dem Gottesdienst los, wobei sich der Mittagstisch nahtlos anreihte und auch hier wurden wieder die altbewährten Speisen, wie Kammbraten, Backfisch, Forelle und Kartoffelsalat gereicht. Die Küche vermeldete nach den Mittagstisch das Essen sei Restlos ausverkauft. Wer noch Platz nach dem reichlichen Essen hatte, dem wurde dann Kaffee und Kuchen gereicht und so herrschte auch am Kuchenbuffet reichlich Andrang. Das Orga-Team um Angelika Schlegel hatte die Mannschaft für die Gäste bestens vorbereitet und garantierte dieses Jahr wieder einen flüssigen Ablauf. Einen besonderen Dank gilt vor allem Hermann Stöhr für die Bereitstellung des Hofs und allen Bäcker und Bäckerinnen, die das Kuchenbuffet ausgestattet haben.

Jahresausflug an den Bodensee

Es gab Neuerungen beim diesjährigen Ausflug der Sängereinheit: nicht in Sachen "Pünktlichkeit"; diesbezüglich herrschte die bei den Sängern bekannte Disziplin. Aber hinsichtlich der Busbeladung: hier hatte die Orga-Leitung um Brigitte Falckenthal, Karl und Roswitha Müller vorgearbeitet. So fanden die ersten zur Abfahrt ankommenden Sangesfreunde einen bereits vollausgerüsteten Bus vor, so dass das von vorherigen Ausflügen bekannte Hin- und Herschleppen der vielen Getränkekisten, der Vorratskästen, der Tische und Bänke entfiel, was im Nachhinein betrachtet dem ein oder andern doch missfiel, weil das Beladen des Busses schon ein Teil der Vorfreude auf den Ausflug darstellte. Zudem war nicht mehr feststellbar, ob von allem auch reichlich mitgenommen wurde, was dann auch folgerichtig bei einem späteren Picknick in der Schweiz zu großem Murren führte ob der dürftigen Gestaltung des Imbisses, bestehend aus süßem Kuchen, ein paar Radieschen und einem Glas Gurken. So blieb als einziger Augenschmaus der Anblick der Hundertwasser-Markthalle, einer der wenigen noch existierenden Originalbauten des Künstlers. Zum Glück gab es in der Nähe des Rastplatzes einen "Aldi"-Schweiz, in dem die Orga- Leitung die Vorräte auffrischen konnte.
Ansonsten gab es aber wenig zu nörgeln. Der von Michaela, der Busfahrerin, und Orga-Chef Karl Müller vorgestellte Reiseverlauf verhieß ein volles Programm, an dem es nichts zu mosern gab. Erfreut stellte der Ehrenvorsitzende Müller weiter fest, dass seit längerer Zeit die vollzählige geschäftsführende Vorstandsriege der Sängereinheit an Bord war, so dass es für die Reisenden an eventuellen Beschwerdeinstanzen nicht fehlte. Ein erstes im Bus ausgegebenes kleines Sektfrühstück erfrischte Gaumen und Magen und half im Verbund mit der landschaftlich schön gelegten Reiseroute über die Schwäbische Alb über den frühen Reiseantritt hinweg.
Erstes Reiseziel war die Nudelfabrik "Nudelhaus Gaggli", auch unter "Nudel-Buck" bekannt, in Mengen. Nach dem Einführungsfilm musste aus Hygienegründen zur Werksbesichtigung Schutzkleidung angelegt werden, mit der ein Sangesfreund bei der Ankleide Probleme bekam. Die Sangesfreunde, welche die bei der Nudelherstellung zu erwartenden Lärm,- Hitze- und Geruchsunannehmlichkeiten scheuten, bauten im weitläufigen Vorgelände der Nudelfabrik das Frühstücksbüffet auf, das zu diesem frühen Zeitpunkt der Reise noch keine Schwäche zeigte.
Ein weiterer Besichtigungspunkt der Anreise war der "Affenberg" bei Salem, wo sich wie in freier Wildbahn 200 Berberaffen tummeln, die keinerlei Respekt vor der menschlichen Spezies haben. Wer sich nicht beklauen lassen wollte, war in dem Park vorgelagerten Restaurationsbetrieb besser aufgehoben. Von hier aus konnte aus allernächster Nähe eine Storchenkolonie bei der Aufzucht der Jungen beobachtet werden. Und was andernorts die Spatzen, das waren hier die Störche, die ungeniert zwischen Tischen und Bänken herumstolzierten.
Den nächsten Tag prägte erstmals der Bodensee. Mit der Fähre ging es von Meersburg nach Konstanz, wo die von Peter Lenk gestaltete "Imperia" die Reisenden bei der Hafeneinfahrt grüßte. Nach einer ergiebigen Rundfahrt und ausführlichen Erklärungen durch Michaela, der Busfahrerin, gab Karl Müller den Sangesfreunden freie Zeit zur eigenen Erkundung der Stadt am Bodensee. Am Nachmittag führte der Bus die Reisegesellschaft auf die im Untersee gelegene 4 Quadratkilometer große Insel Reichenau, die nicht nur durch ihren Obst- und Gemüseanbau sondern auch als Klosterinsel Bekanntheit erlangt hat. Keine Frage, dass die Sängerinnen und Sänger in der Benediktiner-Abtei "St. Peter und Paul" in Niederzell unter der Stabführung von Vizedirigent Karl Kreis ein Loblied auf den Schöpfer sangen. Einen Sangesgruß durfte auch die aktive Sängerin Edda Schneider erfahren, die an diesem Tag Geburtstag feierte. Mit einem abschließenden Blick vom höchsten Inselpunkt aus und einem kurzen Zwischenstopp bei Kaffee und Kuchen wurde die gastliche Insel verlassen.
Rund um den Untersee und Bodanrücken führte die Weiterfahrt zur Klosterkirche Birnau, deren überbordende Innenausstattung dem Auge keinen Ruhepunkt gönnte. Natürlich wurde der bekanntesten Statue, dem "Honigschlecker" die ihm gebührende Aufmerksamkeit gewidmet. Der schöne, von über 145.000 Steinen gepflasterte Vorhof gewährte einen herrlichen Blick über den See bis weit hinüber in die Schweiz. Der Abend klang im Hotel mit einer Weinprobe aus, bei der ein Weinhändler sechs Proben verschiedener heimischer Weine vorstellte.
Für den folgenden Tag wurde mit Rainer Kusch ein absoluter Kenner des Bodenseeraumes mit an Bord genommen, der schon bei der Anfahrt nach Friedrichshafen, der größten Industriestadt am See, deren Arbeitslosenrate unter 3% liegt, eine Fülle an Information über den Bodensee, den an ihm gelegenen Städten und Gemeinden, seinem Hinterland und den hier lebenden Menschen weitergab. Eindrucksvoll war das Zeppelinmuseum in Friedrichshafen, dessen Blickfang das in Originalmaßen rekonstruierte Mittelteil des LZ 129 Hindenburg bildet, das mit 245 m Länge und rund 41 m Breite größte jemals gebaute Luftfahrzeug ist.
Vor der Fährüberfahrt ins schweizerische Romanshorn flanierten die Sangesfreunde noch einmal über die Seepromenade, die bei bestem Wetter südländisches Flair ausstrahlte. Während der Fahrt auf der schweizerischen Seeuferseite erfuhren die Reisenden von Rainer Kusch viel Wissenswertes. Interessant, dass es mit der Schweizer Nationalfahne nur eine einzige quadratische Nationalflagge gibt. Bei der Vorbeifahrt an einer Ferrari-Aufbereitungsstation erfuhr die Reisegesellschaft, dass die Originalfarbe des Ferrari nicht rot sondern gelb ist So mit Wissenswertem versorgt, war in Bregenz ein Spaziergang durch den Festspielpark hin zur Bregenzer Festspielbühne gut zur Verarbeitung der von Rainer Kusch erhaltenen Erklärungen geeignet. Von den Zuschauerrängen aus bewunderten die Sangesfreunde das Bühnenbild der aktuellen Aufführung "Carmen". Bei den Vorstellungen sitzt das Orchester im Schauspielhaus und wird über Monitore auf die Bühne projiziert. Auf der Hotelterrasse am Abend konnte jeder Sangesfreund das Erlebte nochmals Revue passieren lassen.
Vor der morgendlichen Heimfahrt sammelte Vizedirigent Karl Kreis die Sangesfreunde zu einem Abschiedsständchen. In die Heimfahrt bauten Organisation und die Busfahrerin noch eine "Schikane" in Form eines Besuches am Titisee ein. Eine Schiffsfahrt über den See, ein Rundgang durch den von Tourismus geprägten Ort waren Erholung vor der langen Heimreise, die beim Obsthof Schell in Reilingen zum Abendessen unterbrochen wurde. Hier trafen die Sängerinnen und Sänger auf einen der Altvorderen der Sängereinheit 1864, das Ehrenmitglied Erich Schmitt. Ihm zu Ehren erklangen noch einmal unter der Stabführung von Karl Kreis die Stimmen des Chors.
Letztendlich dankte Karl Müller allen, die ihren Beitrag in flüssiger oder fester Form zu diesem Ausflug erbrachten. Sie waren wieder - und das zeichnet die Sängereinheit 1864 ausrecht zahlreich. Auch Michaela, die Busfahrerin, durfte sich des Reisemarschalls Lob für ihre sichere Fahrweise und interessanten Erklärungen erfreuen. Der Vorsitzende der Sängereinheit 1864, Michael Lang, dem auf dieser Reise offensichtlich die Ausschankgenehmigung entzogen worden war, so selten sah man ihn mit "Flüssigem" im Bus herumgehen, dankte für das gesamte Reiseensemble den Machern, Karl und Roswitha Müller und Brigitte Falckenthal für diese ausgezeichnete Sängerfahrt, denn nur wer einmal selbst so etwas geplant und aufgebaut hat, weiß von den Mühen einer solchen Organisation. Die Mitreisenden brachten ihren Dank mit anhaltendem Applaus zum Ausdruck. Michael Lang dankte allen Mitreisenden zum Abschluss für ihren Beitrag zu einem harmonischen und schönen Ausflug der Sängereinheitsfamilie.

Meerrettichessen am Muttertag

Zufriedene, satte Gesichter sah man am Nachmittag des Muttertagssonntags auf dem Anwesen der Familie Hauck in der Schwanensteinsiedlung. Das traditionelle Meerrettichessen der Sängereinheit erfüllte nach einem Jahr Pause wieder alle Erwartungen.
Der "Gongschlag" auf den Topfdeckel des Vorsitzenden Michael Lang eröffnete die Essensausgabe. Herzhafte Fleischbrühe im ersten Gang, gefolgt vom hervorragenden hausgemachten Meerrettich mit Rindfleisch ließ die Herzen und Mägen der Gäste höher schlagen. Natürlich hat das Orga-Team um Angelika Schlegel auch an eine Alternative gedacht und so konnten in der Fleischbrühe auch Maultaschen verzehrt werden.
Nach einer kurzen Verdauungspause wurde das opulente Kuchenbuffet eröffnet, das die Gäste wie magisch anzog.
Als Höhepunkt sang zunächst der Männerchor zwei Lieder, gefolgt vom Frauenchor, bevor sich beide Chöre mit einer Premiere vereinten. Unter der Leitung von Vize-Chorleiter Gerhard Hauck brachte der gemischte Chor das schwungvolle Swingstück "Have a nice day" zu Gehör.
Vorsitzender Michael Lang dankte den vielen Helfern für die großartige Unterstützung und überreichte den Gastgebern stellvertretend für alle Helfer ein kleines Präsent.
Zum Abschluss des schönen, genussvollen Tages erhielt jede Dame ein kleines Blümchen überreicht.

Musikalische Höhepunkte im April

Die aktiven Sänger und Sängerinnen der Sängereinheit 1864 Leutershausen waren Im April an fast allen Wochenenden sehr aktiv. Es beteiligten sich beide Chöre bim 170jährigen Jubiläumskonzert des "Sängerbund 1848 Mingolsheim", an dem auch der Frauenchor aus Mauer beteiligt war. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen gelang es allen Chören unter der Leitung von Musikdirektor Thomas Reiß ein abwechslungsreiches Konzert zu präsentieren. Unterstützt wurden die Chöre Von den Solisten Frank Häser von den Mainzer Hofsängern, Johanna Reiß und von Dominik Richter, sowie Christine Pietsch-Lang (beide von der Sängereinheit Leutershausen).
Es war ziemlich die gleiche Besetzung, wie im Konzert im Dom zu Speyer im letzten Jahr. Die Männerchöre eröffneten das Konzert mit Abendliedern von Schubert, bevor es mit dem Gospel "Ol man River" mit der Unterstützung von Frank Häser weiterging, der auch bei "Gelobt gepriesen der heilige Name" von Verdi sein ganzes Können unter Beweis stellte. Die Frauenchöre begannen mit dem Lied von Hubert Kah "Sternenhimmel", dem "Fix you" von Cold Play, bevor nun alle Chöre das Lied "Gabriellas Song" mit der Unterstützung von Christine Pietsch-Lang anstimmten. Es folgte noch das Lied "Jerusalem "von Fritz Ihlau.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Konzert. Es muss noch gesagt werden, dass die Chöre am Klavier von Otto Lamade und der Holger Weitz Band begleitet wurden. Nach diesem wunderbar gelungen Konzert ging es für die Sängereinheit wieder mit dem Bus nach Hause.
Am letzten Wochenende gestalten der Männer- und Frauenchor den Gottesdienst zur Goldenen Hochzeit von Ruth und Gerhard Stöhr mit, bevor es am Sonntag bereits mit dem Singen weiterging und beide Chöre beim Freundschaftssingen des Liederkranz 1843 Ladenburg antraten. Die Sängereinheit eröffnete das Singen unter freiem Himmel, was bei angenehmen frühsommerlichen Temperaturen sehr angenehm war.

Generalversammlung am 12.01.2018

Die erste Veranstaltung im neuen Jahr für die Sängereinheit war die Generalversammlung am 12.01.2018 im "Rose-Saal". Die Begrüßung erfolgte durch den 2 Vorsitzenden Michael Lang, da im August 2017 überraschend der 1. Vorsitzende der Sängereinheit Sven Fertig zurückgetreten war. Es erfolgte der Gruß an alle aktiven und passiven Mitglieder, die Ehrenmitglieder sowie den Bürgermeister Manuel Just. Des Weiteren begrüßte er die anwesenden Pressevertreter der Weinheimer Nachrichten und der Rhein Neckar Zeitung.
Nach der Totenehrung und einer Schweigeminute ging es weiter mit dem Jahresrückblick. Im Gegensatz zu den Rechenschaftsberichten der letzten Jahre hatte sich die Vorstandschaft für einen neuen Weg entschieden. So wurde der Rechenschaftsbericht in diesem Jahr erstmalig von der gesamten Vorstandschaft präsentiert, so dass jedes Vorstandmitglied aus seinem Verantwortungsbereich auf das Jahr 2017 zurückschauen konnte. Mit dem Rückblick auf das Jahr 2017 begann Michael Lang, der im vergangen Jahr ein sehr bewegtes und bewegendes Jahr sah. Das einschneidende Ereignis war sicherlich der Rücktritt des 1. Vorsitzenden Sven Fertig und der musikalische Höhepunkt war natürlich das Kirchenkonzert im Dom zu Speyer im Mai. Der musikalische Höhepunkt des letzten Jahres zog sich wie ein roter Faden durch alle Rückblicke der einzelnen Vorstandskollegen.
Es folgte der Rückblick auf die Auftritte und Veranstaltungen der Chöre durch Brigitte Falckenthal und Michael Gaiser. Angelika Schlegel berichtete für das Orga-Team von weiteren Veranstaltungen des Vereins wie den Kinderfasching, das Straßenfest und den Kerwe Umzug. Sie bedankte sich bei allen Helfern und Helferinnen für die tatkräftige Unterstützung bei den jeweiligen Veranstaltungen. Danach folgte der Kassenbericht von Maria Tschernan und Hermann Bürgy und die anschließende Entlastung des gesamten Vorstandes durch die Kassenprüfer. Über die Pressearbeit im Chor berichtete die Pressewartin Maiken Preßler. Im Anschluss bedankte sich noch Michael Lang beim Chorleiter Thomas Reiß für seine Arbeit im letzten Jahr, beim Vizechorleiter Gerhard Hauck, den Chorsolisten, bei allen Sängern und Sängerinnen, den Stimmführern, Karl Müller für die Organisation der Vereinsausflüge, bei Hermann Stöhr für die Bereitstellung des "Rose-Saal" und des "Rose-Hof" beim Straßenfest, bei allen Spenderinnen und Spender insbesondere Werner Volk und Familie Stöhr und der Gemeinde Hirschberg.
Dann ging er noch auf die Ziele im neuen Jahr ein, bei dem es am Jahresende ein Kirchenkonzert geben wird in der evangelischen Kirche in Leutershausen. Nach den ausführlichen Berichten der Vorstandschaft erfolgte die Begrüßung durch den Bürgermeister Manuel Just. Dieser ließ auch noch mal das Jahr Revue passieren, wobei natürlich das Konzert in Speyer zu den Höhenpunkten des letzten Jahres zählte. Er bedankte sich bei Sven Fertig für die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre und wünschte der Sängereinheit für das Jahr 2018 alles Gute und viel Erfolg. Bevor es nun an die Neuwahlen ging, bedankte Michael Lang sich im Namen aller Mitglieder der Sängereinheit bei Sven Fertig für sein großes ehrenamtliches Engagement als 1.Vorsitzender.
Die Neuwahlen gingen zügig über die Bühne, obwohl ein neuer 1. und 2. Vorsitzender gewählt werden musste. Gewählt wurden Michael Lang (1. Vorsitzender), Brigitte Falckenthal (2. Vorsitzende), Angelika Schlegel (Organisationsleiterin), Dominik Richter (stellv. Organisationsleiter), Maiken Preßler (Pressewartin), Klaus Kubach (Passivenvertreter) und Maria Tschernan (stellv. Kassiererin).
Es gab noch die Terminübersicht für das Jahr 2028, Karl Müller stellte den Vereinsausflug vor, der dieses Jahr an den Bodensee geht. Bevor zum Abschluss noch die Sänger und Sängerinnen für den fleißigen Singstundenbesuch geehrt wurden, ergriff die neu gewählte 2. Vorsitzende Brigitte Falckenthal das Wort und bedankte sich bei Michael Lang für die geleistete Arbeit nach der Sommerpause und nach dem Rücktritt von Sven Fertig. Dies honorierten alle Mitglieder mit einem lauten Applaus und somit ging die erste Generalversammlung unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Michael Lang zu Ende.

Jahresausflug nach Hamburg über das Pfingstwochenende

Barkassenfahrt im Hamburger Hafen zum Vergrößern anklicken

Für einen Reiseleiter das schönste Kompliment ist wohl, wenn ihm am Ende der Tour auf seine Frage, ob die Fahrt gefallen hat, begeisterte Zustimmung entgegenschlägt. So gesehen, konnten Karl Müller und seine als unverzichtbare Assistentin fungierende Gattin Roswitha, die den Sängerausflug 2017 organisiert und geleitete hatten, vollauf zufrieden sein, obwohl, und das müssen Organisatoren und Reisende einfach bei einer Fahrt mit Ziel "Hamburg" einplanen, typisches "Hamburg-Wetter" herrschte, also es neben viel Sonne auch einmal ordentlich Regen setzte. Solche Wetterunabwägbarkeiten in einem umfangreichen Reiseprogramm so auszugleichen, dass alle Reiseteilnehmer es bestens genießen können, ist die Kunst der Reiseleitung, wie sie nur langjährige Organisationserfahrung bringt. Den Tourplanern war in dieser Hinsicht Optimales gelungen und man kann sie von jeglichem Vorwurf freisprechen. So hatte der Reisemarschall ein breit gefächertes Programm ausgearbeitet, bei dem sowohl die sich für Geschichte und Kultur Interessierenden als auch die Reiseteilnehmer, denen städtebauliche Schönheiten wichtig waren, voll auf ihre Kosten kamen. Natürlich, das soll nicht unerwähnt bleiben, erfüllte auch das kulinarische Programm, so es die Reiseleitung zu verantworten hatte, und dessen Volumen sich schon beim Beladen des Busses andeutete, die Erwartung auch des Hungrigsten und Durstigsten. Um es mit Verlaub zu sagen, was da in den frühen Morgenstunden an Essen und Trinken in den Bauch des Busses gehoben und geschoben wurde, erinnerte a die Arche Noah zu Zeit der Sintflut.
So war es denn auch ganz natürlich, dass schon kurz nach Fahrtbeginn der Reisemarschall persönlich mit einem "Sektfrühstück" den frühen Reiseantritt vergessen ließ. Allerdings machte sich im Bus zu keiner Zeit Müdigkeit bemerkbar, da die Fahrerin Michaela in der Manier einer Fremdenführerin auf kulturell, landschaftlich und geschichtlich Interessantes aufmerksam machte, das im Verlauf der Fahrt berührt oder passiert wurde. Da sie auch auf ausreichende Pausen achtete, erreichte die Reiseschar zumindest körperlich ohne sichtbare Ausfallerscheinungen den ersten längeren Zwischenstopp in Hannoversch-Münden. Das Städtchen, am Zusammenfluss von Werra und Fulda, die an dieser Stelle die Weser begründen, wurde von der Reiseschar nach üppigem Frühstück zu Fuß erkundet. Die liebevoll erhaltenen, renovierten und neugestalteten Fachwerkbauten der Altstadt zeigten den Besuchern eine typische Stadt der deutschen Fachwerkstraße. Punkt 12 Uhr trat aus dem imposanten Rathausturm zum Glockenspiel "Ich bin Doktor Eisenbart" eine lustige Figurengruppe um diesen bekannten Arzt und zog die Beschauer in ihren Bann. Gleich hinter Hannover stockte die bislang so flüssige Fahrt in dem auf deutschen Autobahnen obligatorischen Stau. Hier nun war Reiseleiter Karl Müller gefragt und hielt unermüdlich durch Ausschank diverser Getränke und tröstenden Zuspruch die Stimmung im Bus aufrecht, so dass alle Reiseteilnehmer bestens versorgt und durch die sichere Fahrt von Michaela unbeschadet das Reiseziel Hamburg erreichten.
Der folgende Morgen beinhaltete zunächst eine rund vierstündige Stadtrundfahrt, unterbrochen von verschiedenen kleineren Fußmärschen zur näheren Besichtigung des einen und anderen Objekts. Die Sangesfreunde tauchten ein in eine pulsierende Millionenstadt, die aber auch wundervoll ruhige Quartiere voller Grün und Wasser aufwies. Apropos Wasser: das begleitete die Besucher auf der gesamten Rundfahrt als Teiche, Seen, Fleets, Kanäle und Hafenbecken. Kein Wunder, dass Hamburg die brückenreichste Stadt Europas ist. Mit 2497 Brücken und Stegen weist sie mehr Wasserübergänge auf als Venedig, Amsterdam und Stockholm zusammen.
Auch in diesem Bereich wartete die Freie und Hansestadt mit gewaltigen Dimensionen auf. Schon bei der Anfahrt über die Köhlbrandbrücke, die einen besonders eindrucksvollen Blick über das ausgedehnte Hafengelände bietet, das ca. 10% der gesamten Stadtfläche einnimmt, zeigte auf, warum Hamburg die größte deutsche Hafenstadt ist. Der Stadtführer brachte die Sangesfreunde zum gewaltigen Containerhafen, mit der Vielfalt seiner Kräne, zeigte in der Speicherstadt die Drehobjekte für "Tatort" - und andere Filme, führte zur Hafencity mit der nun fertiggestellten Elbphilharmonie, brachte die Besucher zu einem gewaltigen Neubauprojekt, an dem er anschaulich aufzeigte, welche Schwierigkeiten Bauten in den vorgesehenen Größenordnungen machen, und die sich natürlich auf die Preise niederschlagen, die ebenfalls gigantische Höhen erreichen. Trotzdem - Sorgen um den Absatz muss man sich nicht machen, alles wird verkauft, allerdings nicht an den Normalverdiener, der wohnt im Regelfalle ca. 40 Minuten Fahrweg außerhalb der City. Weiter ging die Fahrt durch den Elbtunnel, an Außen- und Binnenalster vorbei, über die Reeperbahn, die Davidwache streifend, hinein in die Kernstadt mit dem Stadtteil St. Pauli, dem Rathaus, der St. Michaelis-Kirche, besser bekannt als der "Michel", über den Jungfernstieg hin zu den Landungsbrücken, wo Michaela, die Busfahrerin, nicht die Heilige, schon wartete, die an Eindrücken überhäuften Sangesfreunde aufzunehmen, um sie über Blankenese mit seinen Prachtvillen, eingebettet in Parkanlagen, hinauszubringen nach Schulau zur sogenannten "Willkomm-Höft", wo die ein- und ausfahrenden Ozeanriesen begrüßt und verabschiedet werden. Und so war es denn auch: eine Anzahl gewaltiger Containerschiffe befuhr die Elbe in Richtung offene See bzw. auf Gegenkurs in Richtung Hafen.
Der Gang über den Fischmarkt verlangte am Folgetag ein frühes Aufstehen. Es lohnte sich, trotz anhaltendem Regen, was für den Fischmarktbesucher Normalität sei, wie uns versichert wurde. Bei dem herrschenden Gedränge, dem Geschrei der Anwerber, den Rufen der Verkäufer, der Vielfalt der angebotenen Waren - nicht nur Fisch wird hier verkauft - merkte manch ein Besucher nicht, dass er alsbald durchnässt war. Trocknen konnte er sich in der großen ehemaligen Fischauktionshalle, in der Musikbands einheizten und zahlreiche Trink- und Speisestände für Erfrischung sorgten. Und dann, als die Reiseteilnehmer, welche die Musicals "König der Löwen" und "Aladdin" gebucht hatten, mit den Fährbooten zu den Aufführungen abgeholt wurden, brach die Sonne durch und bescherte den Sangesfreunden, die zuvor leicht geknickt in den regenschweren Himmel geblickt, einen unbeschwerten sonnigen Nachmittag, den ein jeder individuell nutzen konnte. Anlaufpunkte gab es genügend: das Museumsschiff "Rickmer Rickmers", das U-Boot-Museum, beide direkt an den Landungsbrücken, die Speicherstadt mit der Elbphilharmonie, die Altstadt, den Rathausplatz oder einfach einen stillen Winkel aufgesucht, und in eine typische Gaststätte oder Kneipe eingekehrt. Wieder zurück an den Landungsbrücken wurden die Besucher Zeugen des Auslaufens der "Norwegian Jade", einem Kreuzfahrtriesen, der geleitet von einem aus allen Rohren spritzenden Feuerwehrschiff und umschwärmt von kleineren Einheiten, die Elbe abwärts in Richtung offene See glitt. Wenig später schob sich aus einem Seitenbecken ein weiterer Kreuzfahrtriese, die "Aida Sol" der offenen See zu und sorgte für Gesprächsstoff beim abschließenden gemeinsamen Essen im Fischerhaus, einem der angesagtesten Hamburger Fischlokale.
Mit leiser Wehmut musste am andern Morgen schon wieder der Bus zur Heimfahrt gerüstete werden. Karl Müller ging tröstend mit Sekt- und Weinflaschen durch die Reihen, der Geburtstag eines Sangesfreundes sorgte unter der Regie von Uschi Busse für Kurzweil und unbeschadet erreichte die Sängerschar wieder heimische Gefilde. Letztendlich dankte Karl Müller allen, die ihren Beitrag in flüssiger oder fester Form zu diesem Ausflug erbrachten. Sie waren wieder - und das zeichnet die Sängereinheit 1864 aus - recht zahlreich. Auch Michaela, die Busfahrerin, durfte sich des Reisemarschalls Lob für ihre sichere Fahrweise und interessanten Erklärungen erfreuen. Brigitte Falckenthal dankte für das gesamte Reiseensemble den beiden Machern, Roswitha und Karl Müller für diese ausgezeichnete Sängerfahrt, denn nur wer einmal selbst so etwas geplant und aufgebaut hat, weiß von den Mühen deiner solchen Organisation. (Bericht: Klaus Kubach)

Grandioses Konzert am Muttertag im Kaiserdom zu Speyer

Benefizkonzert im Kaiserdom zu Speyer zum Vergrößern anklicken

Welch ein Glück, dass der erbitterte Widerstand der Speyrer zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegen die Pläne der damaligen napoleonischen Besatzer, im Zuge der französischen Revolution und im Rahmen der Säkularisierung den Kaiserdom zu Speyer in großen Teilen abzureißen Erfolg hatte. So konnte der Dom in seiner jetzigen Mächtigkeit einem Konzert den Rahmen bieten, der ihm vom Umfang her auch zustand. Unter der Überschrift "Baden schaut über den Rhein" organisierte der Dombauverein Speyer unter Udo Heidt zusammen mit Chorleiter Thomas Reiß und Orchesterleiter Mario Ströhm ein Benefizkonzert der Superlative zu Gunsten des Erhalts des Speyrer Doms. Aus den unter seiner Leitung stehenden Chören, Sängereinheit 1864 Leutershausen, MGV Liederkranz Heidelberg-Rohrbach, Sängerbund 1848 Mingolsheim und Cantemus Mauer bildete Thomas Reiß ein rund 200stimmiges Männer- und Frauenchorensemble, das zusammen mit Orchester und Solisten dem Publikum im übervollen Dom ein abwechslungsreiches, hochwertiges Konzertprogramm darbot.
Nach der Eröffnung durch Orchester und Orgel begrüßte der Vorsitzende des Dombauvereins, Professor Dr. Jung das Auditorium, an erster Stelle den Bischof des Bistums Speyer, Karlheinz Wiesemann, den Oberbürgermeister der Stadt Speyer, sowie die Bürgermeister der Gemeinden, aus denen Chor- und Orchesterensemble gebildet waren, darunter auch unser Oberhaupt Manuel Just. Der Männerchor unter Leitung von Musikdirektor Thomas Reiß eröffnete machtvoll mit Luigi Cherubinis "Dona Pacem", gefolgt von "Agnus Dei" von George Bizet im Zusammenwirken mit dem Orchester und der Sopranistin Johanna Reiß. Den Mittelblock des Auftritts bildeten die Spirituals "Deep River" von Gerhard Wind und dem Evergreen "Ol' Man River" mit Klavierbegleitung und dem Basssolisten Frank Häser, ausgeliehen von den Mainzer Hofsängern. Den Abschluss bildete "Gelobt, gepriesen, der heilige Namen" aus Verdis Oper "Macht des Schicksals", mit der Sopransolistin Johanna Reiß und dem Bassisten Frank Häser, am Klavier Holger Becker.
In der weiteren Folge intonierte das Orchester des Musikvereins Ötigheim unter der Leitung von Mario Ströhm ein Potpourri aus Werken von Lloyd Webber und Ennio Morricone, in denen die Sopranistin Julia Fraunberger, Holger Becker an Klavier und Orgel sowie der Kornettist Roland Sitter als Solisten wirkten. Mit dem abschließenden "Segne du Maria" mit Orgel und Orchester wurden die Besucher mit in das Programm eingebunden. Der Frauenchor unter Leitung von Thomas Reiß gab einen Ein- und Überblick in Werke von Georg Friedrich Händel, und Cäsar Frank, in Bearbeitung von H. Schlaud, sowie in den Bereich der ausschließlich von Frauenstimmen vorgetragenen Spirituals. In diesen Werken stellten sich als Solistinnen die Sopranistin Johanna Reiß und unsere Chorsolistin, die Sopranistin Christine Pietsch-Lang in glänzenden Parts vor. Einen weiteren Glanzpunkt des Konzerts bildete der von Orchester und Orgel gestaltete Abschnitt, bei dem die Sopranistin Maike Oberle als Solistin auftrat. Der Schlussteil der Aufführung wurde vom Gesamtensemble unter der Leitung von Thomas Reiß (Männer- und Frauenchor), dem Orchester unter Leitung von Mario Ströhm, dem Basssolisten Frank Häser von den Mainzer Hofsängern, unserer Sopransolistin Christine Pietsch-Lang, in Begleitung von Orgel und Klavier zu einem Höhepunkt gesteigert, der die Zuhörer zu stehenden Ovationen hinriss.
Domdekan Dr. Christoph Kohl dankte in seiner Schlussansprache allen, die zu dieser großartigen Aufführung, würdig dem mächtigen Bauwerk, in dessen Mauem es stattgefunden, beigetragen hatten. Unser Vorsitzender Sven Fertig dankte Bischof Wiesemann und dem Dombauverein Speyer für die Ermöglichung, badische Musik- und Sangeskunst über den Rhein transportieren zu können. Er betonte, dass es auch für unsere Sänger und Musiker ein herausragendes Erlebnis war, in einem Bauwerk des 11. Jahrhunderts ein solches Konzert geben zu dürfen. Das von den Chören und den Konzertbesuchern gemeinsam gesungene "Großer Gott wir loben dich", begleitet von Orgel und Orchester setzte als Finale einen kraftvollen Schlusspunkt.